Informations- und Erfahrungsaustausch zur Berufsbildung im digitalen Wandel

Digitalisierung und Berufsausbildung #

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Studienreise zum Informations- und Erfahrungsaustausch im Deutsch-Israelischen Programm in der Berufsbildung

Berufsbildung im digitalen Wandel

Das „Israel-Programm“ (www.na-bibb.de/israel) der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB)  führt im Rahmen von Studienreisen regelmäßig israelisches und deutsches Fachpersonal zu ausgewählten Themen der Berufsbildung zusammen. In diesem Jahr fährt eine Gruppe deutscher Expertinnen und Experten, die in ihrem jeweiligen beruflichen Umfeld den digitalen Wandel verantwortlich mit gestalten, nach Israel.Dort finden im Rahmen eines zehntägigen Informationsprogramms Treffen mit den israelischen Counterparts statt. Fragen rund um den digitalen Wandel der Berufsbildung werden gemeinsam diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht, Kontakte geknüpft und vertieft.

Den digitalen Wandel proaktiv gestalten

Dabei stehen z.B. folgende Fragen im Mittelpunkt: Welche neuen Anforderungen stellt die Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt an die Beschäftigten? Welche neuen Herausforderungen müssen Ausbilder/innen bewältigen, um den digitalen Wandel im Ausbildungsalltag proaktiv gestalten zu können? Brauchen wir eine neue Didaktik und Methodik in diesem Kontext? Wenn ja, wie kann sie aussehen und wie können Ausbildungsverantwortliche die dafür notwendigen Kompetenzen entwickeln? Welche neuen Eingangsvoraussetzungen werden von den Auszubildenden verlangt?

Ausbildung und Digitalstrategie

Wie gehen kleine und mittelständische Betriebe mit der Digitalisierung um? Verfügen sie über eine „Digitalstrategie“? Wie sieht eine Digitalstrategie für das Berufsbildungssystem aus? Welche Kompetenzen benötigen Fachkräfte, um in digitalisierten Wertschöpfungsprozessen ergebnisorientiert arbeiten zu können? Diese und viele weitere Fragen sind Gegenstand des Studienaufenthaltes der deutschen Gruppe in den kommenden 10 Tagen in Israel. Wir werden berichten und sind gespannt auf unseren Besuch!

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„Back in Town“

Der Studienbesuch in Israel fand seinen Abschluß  im Rahmen eines „formal dinner“ am Montagabend, 18. Februar, in Tel Aviv, zu dem die israelischen Gastgeber eingeladen hatten.  Am Dienstagmorgen, dem Abreisetag, folgte eine erste Auswertung des Studienbesuchs, ebenfalls zusammen mit den israelischen Gastgebern des Arbeitsministeriums.


Moshe Katz des Ministry of Social Affairs leitet die Abschlussveranstaltung

Beide Termine waren von der überaus herzlichen Fürsorge der israelischen Seite geprägt, wie wir es auch jederzeit bei allen inhaltlichen und organisatorischen Fragen während unseres gesamten Aufenthaltes erfahren haben.

Abschlusssitzung, viele Eindrücke müssen jetzt verarbeitet und ausgewertet werden.

Das große gegenseitige Interesse an den jeweiligen Erfahrungen bei der Gestaltung beruflicher Aus- und Weiterbildung im Kontext der Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt zeigte sich bei den beiden Treffen noch einmal deutlich:  Es wurden sowohl erste Ideen für die weitere Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern im Austauschprogramm angesprochen, wie auch weitergehende bilaterale Kontakte zu spezifischen Fragestellungen der Berufsbildung geknüpft. Solche weitergehende Vernetzungen stellen einen exzellenten Mehrwert  dar, der sich zusätzlich infolge des Austauschprogramms ergibt.

An dieser Stelle soll daher im Namen der gesamten Gruppe unseren Gastgebern noch einmal ein ganz besonderes Dankeschön für die Vorbereitung des Programms und die Betreuung in Israel ausgesprochen werden.

Seit der Abreise aus Israel ist nun eine Woche vergangen. Alle Teilnehmer/innen des Studienbesuchs sind wieder in ihr Kerngeschäft, der Berufsausbildung im Fokus des digitalen Wandels, eingestiegen und engagiert: In Betrieben und Berufsschulen, in Universitäten, in Verbandsstrukturen und in der Berufsbildungspolitik  in Bund und Ländern. Sicherlich auch vor dem Hintergrund des Erlebten und neuer Eindrücke, die für die eigene Arbeit genutzt werden können. In der Summe hat sich gezeigt, dass der digitale Wandel durch die gezielte Konzeption und Erprobung neuer und angemessener Aus- und Weiterbildungsformate proaktiv gestaltet werden kann. Besonders auch im Rahmen von Public Private Partnerships. Dies unabhängig von der Ausrichtung des jeweiligen Berufsbildungssystems, das z.B. in Israel eher schulisch geprägt ist.

Ende März 2019 treffen sich alle Teilnehmer/innen des Studienbesuchs zu einem eigens organisierten Auswertungsseminar noch einmal in Bonn. Die Nationale Agentur Bildung für Europa nutzt diese Treffen, um den jeweiligen Aufenthalt der Studiengruppen, die zu wechselnden Themen regelmäßig in Israel stattfinden, aus einem gewissen zeitlichen Abstand gemeinsam zu reflektieren. Dies dient der kontinuierlichen  Optimierung des Programms, aber auch zum Austausch erster Ideen und Ansatzpunkte für den für November diesen Jahres geplanten Gegenbesuch der israelischen Seite zum Thema „Digitalisierung in der Berufsbildung“.

Das Thema wird uns weiter begleiten. Schauen wir, wie es sich weiter im Kontext des Deutsch – Israelischen Programms  zur Zusammenarbeit in der Berufsbildung, das dieses Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiert, weiterentwickelt.